Freitag, 21. August 2015
Zweimal Urlaub
Dieses Jahr verbringe ich zweimal Urlaub mit je einer Schwester. Die eine hat einen Wohnwagen an der Ostsee und schon im letzten Jahr fand ich, dass Ulraub mit Kleinkind auf einem Campingplatz direkt am Meer sehr erholsam sein kann. Und das obwohl diese Schwester und ich einen eher unentspanteren Umgang miteinander pflegen. Letztes Jahr lief bis auf einen kleineren Streit ganz prima, dieses Jahr fuhr ich deswegen völlig arglos und voller Vorfreude hin.

Nein, wir gingen uns nicht wegen der räumlichen Enge auf die Nerven, zumindest sie mir nicht, irgendwas wird allerdings für sie im Hintergrund gelegen haben. Schlechte Laune und schlechtes Wetter und dann wollte noch der elfjährige Sohn meiner Schwester nicht so wie sie, während ich mit dem kleinen Mädchen zum Eisessen aufbrach, wo sie dann doch gerne mitgekommen wäre, aber vorher zu lange mit dem Buch vor der Nase getrödelt und nun anderes Dringendes und Unlustiges vorhatte, und auf einmal wurde ich als Arschloch beschimpft. Am nächsten Morgen ging sie ganz normal zur Tagesordnung über. Ich ging erstmal mit meiner Kleinen in einem Café frühstücken und erklärte ihr anschließend, dass ich keine Entschuldigung von ihr einfordern, sie aber für mich gerade gut brauchen könnte. Das fand sie lächerlich und setzte noch manches Unschöne obendrauf und ich fand, weil an der Küste alles ausgebucht war, auf einmal Lübeck ganz reizvoll. Zur Abfahrt hat sie dann nochmal ordentlich nachgeliefert, das muss man schriftlich nicht wiederholen.
Lübeck mit Kleinkind war dann wunderbar. Das Hotel samt Personal und anderen Gästen entzückend und die schönen Kirchen dort waren auch für das kleine Mädchen spannend: Pferde auf Bildern, Kirchengestühl zum Klettern und Kreise um Altäre rennen.

Der andere Urlaub bei meiner in Liverpool wohnenden Schwester. Die kleinste von uns und die reifste, kann man manchmal meinen. Entspannte Tage mit Besichtigungen, Shopping, viel Tee, Siedlerspielen und guten Gesprächen. Damit aus Urlaub auch wirklich Urlaub wird, in Zukunft zusammen mit Familienmitgliedern, die sich auch benehmen können.

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Hmmm...
Blöde Sachen.

Manchmal knallt es auch zwischen Leuten, wo man das eher weniger vermutet hätte.

Kam denn inzwischen eine Entschuldigung oder hat sie noch immer nicht verstanden, worum es geht?

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Da wird nie eine Entschuldigung kommen.
Das einzige was kam, noch in dem Urlaub: "Wenn du es für dein Seelenheil brauchst, entschuldige ich mich natürlich gerne. - So tief bin ich schon lange nicht mehr gesunken!"

sie tut mir inzwischen sehr Leid, weil ich weiß, dass sie es wirklich nicht oder nicht anders kann.

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Hmmm... anders kann man die Sache gar nicht mehr sehen.
Entschuldigung, ich mußte über den Entschuldigungsnachsatz lachen.

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Mittlerweile kann ich auch drüber lachen, damals hat er mir wehgetan. Bin gespannt, wie wir uns begegnen werden, wenn wir uns spätestens Weihnachten wiedersehen. Ich möchte ihr auch nicht ewig grollen.

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